Flüchtlingsseelsorge

 
„Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“
(Mt 25,35)
 
Die Fragen von Flucht und Migration prägen die Geschichte des christlichen Glaubens. Neben vielen biblischen Erzählungen von Vertreibung und Exil ist es auch Jesus Christus selbst, der sich mit den Fremden identifiziert und uns dazu aufruft, sie in unserer Mitte aufzunehmen.
 
 
>>> Wir sind da, wenn der Weg allein zu schwer wird: Wir sind Wegweiser und Begleiter und informieren, wo Hilfe zu finden ist. Da Information allein nicht ausreicht, gehen wir in der Not auch mit – wenn geflüchtete Menschen Angst vor Behörden oder Einrichtungen haben.
 
>>> Flüchtlingsseelsorge heißt Mut machen, um "dranzubleiben" und dafür die Kraft zu finden. Hand in Hand mit SozialarbeiterInnen, AsylanwältInnen und spezialisierten Zentren für Folteropfer oder Traumatisierte kämpfen wir für die Würde jeder einzelnen Person. Gemeinsam mit Kammern und Arbeitgebern arbeiten wir an Wegen in die berufliche Integration.
 
>>> Anprechperson
  

Jochen Winter

Flüchtlingsseelsorger
 
>>> Jochen Winter ist Flüchtlingsseelsorger in Mannheim und Heidelberg, dort vor allem im Patrick-Henry-Village tätig. Er ist Diplom Religionspädagoge  (FH) und ausgebildete Friedensfachkraft mit einem Master in Intercultural Conflict Management.
 
„Ich liebe Geschichten. Täglich höre ich dramatische, absurde und schmerzliche Geschichten von Menschen aus aller Welt. Ich höre zu, frage nach, schweige und manchmal weine ich mit. Ich tröste und ich versorge die seelischen Wunden, oftmals auch ganz praktisch – mit neuen Perspektiven oder einem Kuscheltier für die Kinder. 
Wenn die Worte fehlen hilft das Gebet und ein Segen. Ein Zuspruch Gottes, egal welche Religion jemand hat oder welche Sprache gesprochen wird. Ich lege das  Erlebte und die Zukunft der Menschen in Gottes Hand und ich arbeite daran, dass jede einzelne Geschichte vielleicht doch noch ein Happy End bekommen kann.“